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Sanierung von Asbestzement-Rohren im Raum Osnabrück

4 Min. Lesezeit

In vielen Gebäuden und Grundstücken im Raum Osnabrück liegen sie noch heute: Rohre aus Asbestzement.
Ob als Trinkwasser- oder Abwasserleitung, als Regenfallrohr, Lüftungs- oder Kaminrohr – Asbestzement-Rohre (umgangssprachlich oft Eternitrohre genannt) wurden bis zum Asbestverbot 1993 in großen Mengen verbaut. Spätestens bei einem Umbau, einer Kanalerneuerung oder dem Abbruch eines Gebäudes stellt sich die Frage nach dem fachgerechten Rückbau.

Wie erkenne ich Asbestzement-Rohre?

Asbestzement-Rohre sind meist grau, haben eine leicht faserige, zementartige Oberfläche und wurden häufig mit Muffen oder Kupplungen verbunden. Sicher erkennen lässt sich Asbest mit bloßem Auge jedoch nicht.
Stammen die Rohre aus der Zeit vor 1993, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie Asbest enthalten. Bei Unsicherheit sollte eine Materialprobe entnommen und im Labor analysiert werden.

Sind Asbestzement-Rohre gefährlich?

Asbestzement zählt zu den fest gebundenen Asbestprodukten. Solange die Rohre unbeschädigt sind und nicht bearbeitet werden, ist die Faserfreisetzung gering.
Gefährlich wird es, sobald die Rohre gebrochen, gesägt, geflext oder angebohrt werden. Dabei können Asbestfasern freigesetzt und eingeatmet werden. Aus diesem Grund ist jede eigenständige Bearbeitung strengstens zu vermeiden.

Wer darf Asbestzement-Rohre ausbauen?

Nur zugelassene Fachfirmen gemäß TRGS 519 dürfen Asbestzement-Rohre zurückbauen. Die ausführenden Mitarbeiter müssen vorsorgeuntersucht sein und an jeder Baustelle muss mindestens ein sachkundiger Aufsichtsführender vor Ort sein.
Grundsätzlich sind beim Umgang mit Asbest nur ASI-Arbeiten (Abbruch, Sanierung, Instandhaltung) erlaubt. Ein Überdecken, Anbohren oder Weiterverwenden der Rohre ist nicht zulässig.

Wie läuft die Sanierung ab?

Besichtigung und Planung

Vor Beginn der Arbeiten verschaffen wir uns einen Überblick über Lage, Länge und Zustand der Rohre – ob im Erdreich, in Schächten, im Keller oder an der Fassade. Danach richten sich Schutzmaßnahmen und Arbeitsverfahren.

Anzeige und Formalitäten

Die Arbeiten werden vorab bei der zuständigen Aufsichtsbehörde angezeigt. Alle Formalitäten übernehmen wir für Sie aus einer Hand.

Rückbau der Rohre

Die Rohre werden unter Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung (Schutzanzug, Atemschutz-Halbmaske mit P3 Filter) möglichst bruchfrei demontiert. Wo ein Trennen unvermeidbar ist, kommen staubarme Verfahren zum Einsatz, die Bruchstellen werden mit Bindemittel benetzt.

Verpackung und Reinigung

Die ausgebauten Rohre werden direkt vor Ort staubdicht in Big-Bags oder Plattenbags verpackt. Anschließend wird der Arbeitsbereich mit für die Gefahrstoffsanierung zugelassenen H-Saugern gereinigt.

Wie werden die Rohre entsorgt?

Asbestzement ist ein gefährlicher Abfall. In Deutschland ist für die Entsorgung das sogenannte eANV (elektronisches Abfallnachweisverfahren) anzuwenden. Sie erhalten als Bauherr am Ende einen Nachweis, der die fachgerechte Entsorgung belegt.
Je nach Kreis besteht eine Andienungspflicht, die Abfälle müssen also bei den örtlich zuständigen Stellen entsorgt werden. Auch in Stadt und Landkreis Osnabrück kennen wir die regionalen Abläufe und kümmern uns um die komplette Abwicklung.

Was kostet die Sanierung von Asbestzement-Rohren?

Das lässt sich leider nicht pauschal sagen. Der Preis hängt unter anderem von Länge und Durchmesser der Rohre, ihrer Lage und Zugänglichkeit, dem Zustand des Materials sowie den örtlichen Entsorgungskosten ab.

Ihr Partner für Asbestsanierung in Osnabrück und Umgebung

Seit mehr als 30 Jahren führen wir Sanierungen von fest- und schwachgebundenen Asbestprodukten durch – in Osnabrück, im Osnabrücker Land und bundesweit. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein unverbindliches Angebot. Füllen Sie hierfür am besten unser Anfrageformular online aus.